Ja, ein Lehrbuch lässt sich hören: Fotografiere in Outloud Reader die Seiten, die du brauchst, tippe auf Erstellen, und die App liest sie mit natürlicher Stimme vor und markiert dabei jede Stelle. Du tippst und kopierst nichts. Für die Prüfungsvorbereitung bringt das vor allem eins: Du kannst den Stoff auf dem Weg zur Uni, beim Spaziergang oder beim Aufräumen wiederholen, nicht nur am Schreibtisch.
Warum Hören beim Wiederholen hilft
Vor einer Klausur fehlt meistens die Zeit, nicht das Wissen, und der größte Feind ist das erneute Lesen mit den Augen: Der Blick gleitet über bekannte Zeilen, und es fühlt sich an, als wäre alles klar. Wird ein Absatz vorgelesen, läuft er in seinem eigenen Tempo, und du kannst die unbequeme Stelle nicht überspringen. Außerdem nutzt du Zeit, die sonst verloren geht: den Weg zur Uni, die Schlange an der Kasse, den Haushalt.
Das ersetzt das Lernen aus dem Buch nicht. Es ist eine zusätzliche Runde Wiederholung. Ein Muster, das funktioniert: einen Abschnitt zuerst mit den Augen lesen, ihn dann unterwegs anhören und anschließend mit eigenen Worten nacherzählen.
So wird aus Seiten Audio
- Neues Buch beginnen und Kamera wählen, um jetzt zu fotografieren, oder Fotos, wenn du die Bilder schon hast (zum Beispiel ein Foto von der Tafel oder die Notizen einer Kommilitonin).
- Seite für Seite fotografieren. Die App findet die Seite im Bild und schneidet sie zu; du kannst den Rahmen anpassen oder das Foto lassen, wie es ist. Ein Foto ist eine Seite, bis zu 50 Seiten passen in einen Import.
- Sprache und Stimme wählen. Die Sprache der Seite bedeutet: Du hörst den Text, wie er gedruckt ist. Eine andere Sprache bedeutet, dass er zuerst übersetzt wird, was bei einem Lehrbuch in einer Sprache passt, die du nur langsam liest. Wähle eine Frauen- oder Männerstimme.
- Auf Erstellen tippen, warten, bis das Buch fertig ist, und Play drücken.
Vier Wege, per Ohr zu wiederholen
1. Ein Abschnitt, eine Sitzung
Packe nicht ein ganzes Kapitel in ein Buch. Mache ein Buch aus einem oder zwei Abschnitten. So findest du leichter wieder die richtige Stelle, und jede Sitzung endet mit einer klaren Marke: Das habe ich wiederholt.
2. Schwierige Stellen langsamer
Das Tempo reicht von 0,5× bis 1,25×. Beschleunige, was du gut kannst, und verlangsame Definitionen, Regeln und Jahreszahlen.
3. Einen Satz wiederholen
Jeder Satz lässt sich bis zu fünfmal wiederholen. Das passt zu Formulierungen, die du fast wörtlich wissen musst: Definitionen, Regeln, Einteilungen.
4. Erst hören, dann prüfen
Blende den Text aus und höre nur die Stimme. Ist eine Stelle für das Ohr unklar, halte an und schau in den Text. Versuche danach, den Absatz ohne Hilfe nachzuerzählen.
Photosynthesis is the process by which plants use light to turn carbon dioxide and water into sugars, with chlorophyll taking part.
Eine Definition wie diese lohnt es sich, drei- oder viermal hintereinander zu hören und dann selbst zu sagen, ohne auf den Bildschirm zu schauen. (Das Beispiel ist englisch, weil auch der Stoff Englisch sein kann; mit deinem Lehrbuch läuft es in der Sprache deiner Seiten.)
Ein Beispiel: die Woche vor der Prüfung
Die Prüfung ist in sieben Tagen, und der Stoff hat zwanzig Abschnitte. Am Sonntagabend fotografierst du die ersten vier und machst ein Buch daraus. Am Montag hörst du es auf dem Weg zur Uni ganz an, auf dem Rückweg nur noch die Stellen, die nicht hängen geblieben sind. Dienstag ist dasselbe mit einem neuen Buch. Bis Freitag liegen fünf kleine Bücher in deiner Bibliothek, und jedes lässt sich abspielen, ohne das Lehrbuch aufzuschlagen.
So zerfällt die Vorbereitung in kurze, überschaubare Stücke. Du sitzt nicht über einem dicken Wälzer, sondern weißt für dich: Diese zwei Abschnitte habe ich dreimal gehört, jenen nur einmal. Hat ein Buch schwierige Stellen, kannst du sie einzeln noch einmal abspielen, ohne von vorn zu beginnen.
Ist das Lehrbuch in einer Fremdsprache, versuche zwei Runden: Höre zuerst eine Seite in ihrer eigenen Sprache, um dich an die Fachbegriffe zu gewöhnen, und mache dieselbe Seite dann noch einmal mit Übersetzung in deine Sprache, um den Sinn zu hören.
So fotografierst du, damit der Text sauber erkannt wird
- Leg das Buch flach hin, damit die Zeilen gerade sind.
- Achte aufs Licht: Der Schatten von Handy oder Hand stört die Erkennung.
- Bei Hochglanzpapier änderst du den Winkel, bis die Spiegelung den Text verlässt.
- Fotografiere eine Seite nach der anderen, nicht die ganze Doppelseite, vor allem bei kleiner Schrift.
Was schlecht und was gut vorgelesen wird
- Bilder, Schemata und Diagramme. Die App liest die Wörter in einem Foto, sie beschreibt keine Zeichnung. Die Bildunterschrift eines Diagramms liest sie vor, das Diagramm selbst erklärt sie nicht.
- Formeln und Tabellen. Seiten mit mehr Zeichen als Wörtern klingen schlechter als Fließtext. Absätze, Definitionen und Erklärungen funktionieren am besten.
- Schwer lesbare Handschrift. Wenn du deine eigenen Notizen kaum entziffern kannst, schafft es die App auch nicht. Ordentliche Notizen werden meist gut gelesen.
- Verwackelte oder stark schräge Fotos. Mach sie neu.
Offline und Preis
Das Erstellen braucht Internet: Text erkennen, übersetzen und die Stimme erzeugen passiert online. Ist das Buch fertig, bleibt das Audio in der Bibliothek der App und spielt ohne Verbindung und bei ausgeschaltetem Bildschirm. Erneutes Abspielen verbraucht keine Seiten. Den Ton als MP3-Datei exportieren kannst du nicht, er bleibt in der App.
Die App ist gratis zum Herunterladen, ein paar Seiten sind zum Start kostenlos. Danach brauchst du Seitenpakete oder Premium, die Preise siehst du in der App. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Mehr zum Lernen mit der App findest du auf der Seite für Studierende, und eine Anleitung zum Fotografieren steht im Guide zu Foto zu Sprache.